Co­ro­na­vi­rus: In­for­ma­tio­nen aus der Diö­ze­se

In­for­ma­tio­nen aus der Per­so­nal­stel­le Pries­ter vom 20. März 2020

Al­le Got­tes­diens­te an Sonn- und Werk­ta­gen fin­den wei­ter­hin oh­ne phy­si­sche An­we­sen­heit der Gläu­bi­gen statt.

Die­se Form des Fei­erns in räum­li­cher Di­stanz, aber gläu­bi­ger Nä­he und Ver­bun­den­heit, wird auch die Fei­ern der Kar­wo­che be­tref­fen. Das ös­ter­rei­chi­sche Lit­ur­gi­sche In­sti­tut ar­bei­tet an der Er­stel­lung von Hand­rei­chun­gen für Fei­ern der „Haus­kir­che“.

Die Seg­nung von Os­ter­ker­zen und Tauf- bzw. Weih­was­ser soll auf je­nen Sonn­tag ver­scho­ben wer­den, an dem erst­mals wie­der mit­ein­an­der in den Kir­chen Got­tes­dienst ge­fei­ert wer­den kann.

Haus­be­su­che bei äl­te­ren bzw. me­di­zi­nisch ge­fähr­de­ten Men­schen sind der­zeit NICHT mög­lich und sind auf ei­nen spä­te­ren Zeit­punkt zu ver­schie­ben. Da­für sol­len seel­sorg­li­che Ge­sprä­che te­le­fo­nisch ge­sche­hen.

Im Blick auf den Kom­mu­nion­emp­fang emp­fiehlt un­ser Bi­schof – wie Papst Fran­zis­kus, „die al­te Ge­wohn­heit der geist­li­chen Kom­mu­ni­on wie­der zu be­le­ben.“ Auch Brie­fe zur geist­li­chen Er­mu­ti­gung und Be­stär­kung im Glau­ben könn­ten sehr per­sön­lich ge­stal­tet wer­den.

Hin­sicht­lich des Sa­kra­ments der Ver­söh­nung [Beichte] wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass in den Pfar­ren kei­ne all­ge­mei­nen Beicht­zei­ten an­ge­kün­digt, son­dern die­se nur bei ei­nem schwer­wie­gen­den und drin­gen­den Grund auf te­le­fo­ni­schen Wunsch hin ein­zeln ver­ein­bart wer­den. Beich­ten dür­fen auf­grund der Hy­gie­ne­be­stim­mun­gen nicht im Beicht­stuhl statt­fin­den, son­dern un­ter Ein­hal­tung ei­nes Ab­stan­des von min­des­tens ei­nem Me­ter. Er­in­nert wird an die Norm des can. 960 CIC, dass – wie in die­sen Zei­ten – ei­ne „phy­si­sche … Un­mög­lich­keit“ vom per­sön­li­chen Be­kennt­nis ent­schul­digt und „in die­sem Fall … die Ver­söh­nung auch auf an­de­re Wei­sen er­langt wer­den“ kann. Bei ei­ner ge­wünsch­ten „Os­ter­beich­te“ ist auf ei­nen spä­te­ren Zeit­punkt zu ver­wei­sen.

Kran­ken­sal­bun­gen sol­len der­zeit nur bei wirk­lich sehr drin­gen­den Not­fäl­len schwers­ter Er­kran­kung ge­spen­det wer­den. Bei sol­chen Haus­be­su­chen ist für den Sa­kra­men­ten­spen­der zum ei­ge­nen Schutz und zu dem von Pa­ti­en­ten und de­ren Um­feld das Tra­gen zu­min­dest ei­nes ge­eig­ne­ten Mund­schut­zes er­for­der­lich und zu­dem stets auf den Rat der zu­stän­di­gen Pfle­ge­kräf­te zu hö­ren. Die Ver­wen­dung von Ein­weg­hand­schu­hen mit nur ein­ma­li­gem (!) Ein­tau­chen ins Kran­ken­öl ist er­laubt. Hän­de­schüt­teln hat zu un­ter­blei­ben, Ab­stand zu den üb­ri­gen An­ge­hö­ri­gen ist zu wah­ren, die Hy­gie­ne­pflich­ten sind ein­zu­hal­ten. In Kran­ken­häu­sern und Hei­men ist den An­wei­sun­gen des Per­so­nals un­be­dingt Fol­ge zu leis­ten.

Ei­ne se­riö­se Ter­min­pla­nung für Erst­kom­mu­nio­nen, Fir­mun­gen u.a.m. kann der­zeit nicht ge­macht wer­den.

Grund­sätz­lich gilt, die ver­ord­ne­ten Maß­nah­men der Be­hör­den nach Kräf­ten zu un­ter­stüt­zen, be­son­ders ge­fähr­de­te Per­so­nen zu er­mu­ti­gen, Kon­tak­te au­ßer Haus mög­lichst zu ver­mei­den, und pfarr­li­che Nach­bar­schafts­hil­fe zu för­dern. Für an­de­re da zu sein und da­bei den kör­per­li­chen Kon­takt zu mei­den, ret­tet der­zeit Le­ben! Zum Schutz der Men­schen zählt aber eben­so die see­li­sche Ge­sund­heit, auf die wir zu ach­ten ha­ben, um die­se Kri­se ge­mein­sam gut zu be­wäl­ti­gen.

Link zur diö­ze­sa­nen Co­ro­na-Sei­te

Al­le In­for­ma­tio­nen zu vor­beu­gen­den Maß­nah­men sei­tens der Ka­tho­li­schen Kir­che in Ober­ös­ter­reich be­züg­lich Co­ro­na­vi­rus (CO­VID-19): dioezese-linz.at/corona

20.03.2020

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